Wort zur Woche vom 29.08.2012 – Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin
Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin.
Durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin. (1. Korinther 15, 10)
Hier fehlt ein kleines Wörtchen, das im Bibeltext vor dieser Aussage des Paulus steht.
Das Wort „aber“.
„Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin.“ Durch dieses Wörtchen „aber“ bekommt der Satz erst seine Bedeutung und Kraft. Denn es schließt die Vergangenheit, die Versäumnisse, die schuldbeladenen Wege mit ein. Paulus ist kein unbeschriebenes Blatt. Er hat vor seiner Hinwendung zu Jesus die Gemeinde Gottes auf das Schärfste verfolgt und damit gegen Gott gekämpft. Er war nicht nur unbrauchbar, sondern den Wegen Gottes mit den Menschen im Weg.
Es sind heute viele Menschen auf der Suche nach sich selbst, nach ihrem Wert und dem Sinn ihres Daseins. Wer bin ich? Was bin ich? Was ist aus mir geworden? Die Antworten fallen dann ganz unterschiedlich aus. „Ich bin das und das geworden, weil ich mich angestrengt habe, fleißig und zielstrebig war.“ Man ist stolz auf das Geleistete. „Ich konnte doch nichts werden, weil die Umstände es nicht zugelassen haben. Ich hatte nie eine Chance. Das Leben war nicht fair zu mir…..“ Man ist enttäuscht und hat resigniert. Und wer war er, dieser Apostel Paulus? Sehr wahrscheinlich chronisch krank, körperlich nicht besonders stark, von allen Seiten bedrängt, oft in Not. Aber die Gnade Gottes konnte durch sein Leben Gewaltiges wirken. Er hat die Grundlagen der Christenheit unter den Völkern gelegt. Er ist der Lehrer der Heiden geworden und hat dem Evangelium weltweit die Bahn gebrochen. Bis heute haben seine Worte so viel Sprengkraft, dass sie gerade unter Christen nicht unwidersprochen bleiben.
Die Diskussion um das Pfarrerdienstgesetz hat uns das wieder deutlich vor Augen geführt.
Jesus sagte einmal zu Paulus: „Lass dir an meiner Gnade genügen. Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig“.
Wie kann man diese Gnade eigentlich beschreiben? Sie ist auf jeden Fall kein einfaches „Schwamm drüber, ich drücke noch mal ein Auge zu“ – Denken. Sie ist vielmehr Gottes „aber“ in meinem Leben. Dieses „aber“ sagt mir: Dass es auch für mich die Chance gibt, das Gottes verändernde Kraft aus meinem Leben das machen kann, was ihm angenehm und wichtig ist. Diese Gnade ist demnach sein Werk in meinem Leben, das durch Christus Jesus ins Werk gebracht wird, eben all das was ich nie aus eigenem Vermögen hätte bewirken können. Was für eine Gnade!
Lutz Heidrich
Hinweis: Pfarrerin Sylvia Unzeitig hat von 13.8. – 4.9.2012 Urlaub. Die Vertretung in dringenden seelsorgerlichen Fällen übernimmt Pfr. Barfuß, Tel. 07433/9976244
60plus Am 4. September findet der letzte 60plus-Ausflug in diesem Jahr statt. Er geht diesmal ganz in die Nähe, zum Wasserschloss nach Glatt. Wer noch einmal Urlaubsfeeling haben möchte, melde sich bei Gabi Philipp dazu an (Tel. 98123).
Spur 8, Entdeckungen im Land des Glaubens
Die evangelischen Kirchengemeinden Empfingen, Mühlheim, Renfrizhausen und die APIs im Be-zirk Sulz bieten gemeinsam beginnend am 26. September 2012 an acht Abenden den Glaubens-kurs Spur 8 im Gemeindehaus Mühlheim/Renfrizhausen an. Dieser Glaubenskurs wird von der Arbeitsgemeinschaft Missionarischer Dienste im Diakonischen Werk der Evangelischen Kirche Deutschland angeboten und ist im Internet unter www.spur8.de abrufbar. Glaubenskurse gibt es derzeit in vielen Gemeinden und sie werden von erstaunlich vielen Menschen angenommen. Sie wollen Wege zum Glauben an Gott aufzeigen und verstehen sich als Begleitung auf dieser geist-lichen Reise. Weitere Infos bekommen Sie bei Anke Reich, Tel. 07485/1515.