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Wort zur Woche vom 04.04.2016 – Wir sollten gewarnt sein!

Wir sollten gewarnt sein!

Ich bin erschrocken, als ich den Zettel aus dem Briefkasten nahm. Ich weiß nicht, wer ihn verteilt hat, aber offensichtlich lag er in vielen Briefkästen in Empfingen. Hass auf Asylsuchende wird darin geschürt. Mit falschen, nicht aktuellen und aus dem Zusammenhang gerissenen Zahlen werden sehr einseitige Behauptungen aufgestellt und „die Asylanten“ grundsätzlich als Betrüger, Gewalttäter, Drogenhändler und frech auftretende Wirtschaftsflüchtlinge abgestempelt. Vom Bundesinnenministerium (BMI) werden die Urheber dieses Zettels als „rechtsextremistische, antisemitische und menschenfeindliche Gruppierung“ eingestuft, zudem nicht bereit, sich „von Gewalttaten hinreichend zu distanzieren“, so die zuständige Staatssekretärin Emily Haber in einem 2016 veröffentlichten Fernsehinterview des Südwestfunks. Ich frage mich: Welche Werte werden da vertreten? Zu den christlichen Werten, auf denen unsere Gesellschaft sich gründet, passt das jedenfalls nicht, wenn derart verachtend und undifferenziert über Menschen geschrieben wird, die Schutz suchen. Wohin solche Gesinnung führt, zeigt unsere Geschichte auf schreckliche Weise. Wir sollten gewarnt sein.

Jochen Klepper, einer der bedeutendsten evangelischen Kirchenliederdichter, beschrieb mit einem Bibelvers die rechte Haltung christlicher Dichter. Er tat das mit dem Bibelwort aus Psalm 81, Vers 11: „Ich bin der HERR, dein Gott, der dich aus Ägyptenland geführt hat: Tu deinen Mund weit auf, lass mich ihn füllen!“ Bei Vorbereitungen für die Prüfung in Kirchenmusik letzten Jahres hat dieser Vers und die Ausführung Kleppers mich sehr beeindruckt. Das ist nämlich nicht nur für einen christlichen Dichter und Erfinder von Kirchenliedern ein passendes Bibelwort, sondern auch für Pfarrer die rechte Haltung. Ich vertraue darauf und rechne damit, dass es immer wieder geschieht, dass durch menschliche Worte Gott zu Menschen spricht. Das mahnt zu großer Verantwortung und ist Entlastung zugleich. Daher ist mir dieses Bibelwort auch im Blick auf die Ordination wichtig, die am Sonntag, 10. April um 10.00 Uhr in der Kapelle beim Friedhof sein wird.

Ihr Christoph Gruber, Pfarrer

Aus Empfingen werden konfirmiert…

Die Konfirmanden Lina Heger und Lasse Schmider aus unserer Kirchengemeinde beenden in diesen Tagen ihr Vorbereitungsjahr. Die Konfirmationen werden 2016 in Renfrizhausen (17.04.) und Mühlheim (24.04.) stattfinden, denn mit den Jugendlichen von dort zusammen war auch der Konfirmandenunterricht. Nach guter Tradition gestaltet die Chorgemeinschaft Empfingen-Mühlheim den Konfirmationsgottesdienst in Renfrizhausen mit. Darüber freuen wir uns.

Vom Königsschloss zum Leuchtturm

Am 19. April berichtet Dietmar  Kuscha aus Mühlheim beim nächsten Empfinger Frühstück von seiner Radreise quer durch Deutschland. Titel seines bebilderten Reiseberichts: „Vom Königsschloss zum Leuchtturm“ – mit dem Rad von Füssen nach Sylt. Genau diese Tour hat Kuscha sich 2015 nach dem Eintritt in den Ruhestand vorgenommen und durchgezogen und davon wird er berichten. Beginn ist um 9.00 Uhr. Anmeldungen nimmt Anke Reich (Telefon 1515) gerne entgegen.

Raben in der Bibel

Beim nächsten Treffen der ökumenischen Kinderkirche gibt es wieder eine Tiergeschichte aus der Bibel. Diesmal geht es um die Raben. Eingeladen sind alle Kinder im Grundschul- und Kindergartenalter am Samstag, 23. April um 10.00 Uhr in den Pfarrsaal nach Wiesenstetten.

Einen interessanten Nachmittag im Seniorenkreis 60Plus gestaltete Hans Gerst aus Dommelsbeg. Er hatte 30 biblische Erzählfiguren dabei. Das leere Grab und die Haltung der Jüngerinnen und Jünger am Ostertrag wurde so eindrücklich und greifbar. DANKE!

Wochenspruch: Christus spricht: Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben. (Joh 10,11a.27-28a)